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Die Chronik

 Die Geschichte des Schützenvereins beginnt bereits 1910. Damals hieß der Verein

 “Rauchklub Zünftige Gmoa Berg”.

Bisher ging man aufgrund der Aufzeichnungen aus den Jahren 1953 und 1954 davon aus, dass der Schützenverein “Eichenlaub” Berg am 15. April 1926 gegründet wurde. Auch die 1931 angeschaffte Fahne mit dem eingestickten Gründungsjahr ließ auf das Jahr 1926 schließen. Im 1. Protokollbuch wurde jedoch der 23. Oktober 1927 als Gründungsdatum benannt. Was es mit dem 15. April 1926 auf sich hat, konnte nie geklärt werden.

In einer Versammlung am 3. Juli 1927 wurde schließlich der einstimmige Beschluss gefasst, den “Rauchklub Zünftige Gmoa Berg” aufzulösen und in einen neu gegründeten Schützenverein umzutaufen. In der Generalversammlung vom 23. Oktober 1927 wurde mit fünfzehn anwesenden Mitgliedern die Neugründung vorgenommen. Der neue Verein führte den Namen

 “Schützenverein Eichenlaub Berg”.

Bereits drei Wochen später wurde ein neuer Zimmerstutzen gekauft. Eine Woche später wurde noch ein zweiter erworben, wenn auch nur ein gebrauchter. Nun wurde an den Sonntagabenden das Übungsschießen auf den selbst gebauten Ständen abgehalten.
Im November 1928 erfolgte der Beitritt zum
Fränkischen Schützenbund.
Im März 1929 wurde bereits mit dem Bau des neuen Schützenhauses begonnen. Das Grundstück wurde von der Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Schützenbrüder halfen alle zusammen, um aus eigener Kraft und auch aus Spenden, ihr Schützenhaus fertig zu stellen.
Bis 1977 war es die Heimat unseres Schützenvereins, danach konnten es der Brieftaubenverein “Treu zu Berg” und “Flieg in die Heimat”, sein neues Heim nennen.
Im Jahre 1931 wurde in der Generalversammlung beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Finanziert wurde diese mit Spendengeldern, sowie durch Theaterspielen und natürlich durch Preiskegelscheiben.
Am 23.08.1931 fand schließlich die Fahnenweihe statt. Der
Schützenverein “Eichenlaub” Sondersfeld stellte sich kurzfristig als Pate zur Verfügung, als der Schützenverein “Tannenreis” Neumarkt wegen schlechter wirtschaftlicher Lage absagen musste.
Im Jahre 1934 wurde das Vereinsleben sehr durcheinander geworfen. Die Nationalsozialisten gliederten die Gaue neu ein und unser Verein wurde dem Ostmark-Gau mit Sitz in Regensburg zugeteilt. Es war fast unmöglich auf diese weite Entfernung noch Verbindung zu anderen Vereinen aufrecht zu erhalten und die Berger Schützen kamen sich ziemlich verwaist vor. Die Zahl der Mitglieder sank bis 1942 stetig, danach waren keine Einträge mehr vorhanden.
Als 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, mussten viele Schützenbrüder zur Wehrmacht einrücken und mancher Kamerad musste sein Leben für das Vaterland hingeben. Der Verein blieb bestehen, die alten Schützenbrüder hielten zu Hause ihn am Leben. Mit dem Schießbetrieb war es jedoch bis 1950 erst einmal vorbei.
Am 9. Januar 1949 versammelten sich alle ehemalige Schützenbrüder im Vereinslokal Hierl, um den Verein wieder zu reaktivieren. Da der Schießsport zu dieser Zeit noch verboten war, wurde aus “Schützenverein Eichenlaub Berg” einfach
“Geselligkeits-Verein-Eichenlaub Berg / Neumarkt/Opf.” Unter diesen Namen konnten sie “das gesellschaftliche Leben, den Frohsinn und die Heiterkeit pflegen”.
Im Jahr 1950 wurde das Verbot des Schießsports wieder aufgehoben.

In der Generalversammlung am 5. März 1950 wurde der frühere Name “Schützenverein Eichenlaub Berg” wieder angenommen.

Über die Schützenkönig in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg gibt es leider keine Aufzeichnungen. Nur ein Foto aus dem Jahre 1934 wurde gefunden. Es zeigt den Schützenkönig mit der Königskette. An dieser Kette hing nur ein Taler mit Namensschild. Es handelte sich hier um
Hans Hierl. Er musste damals der erste Schützenkönig gewesen sein. Die erste Schützenkette konnte leider nicht mehr gefunden werden. Sie muß in Folge der kriegsbedingten Auflösung in den 40er Jahren verloren gegangen sein.
Am 1. Juli 1951 wurde bereits das 25-jährige Gründungsjubiläum gefeiert. Es wurde ein großes Vereinsbild mit allen “Eichenlaub-Mitgliedern” angefertigt, das heute noch unser Schützenheim schmückt.
Bis heute ist unser Verein zu einem leistungsstarken Schützenverein in der Oberpfalz herangewachsen.

In der Runde 2002/2003 waren sechs Mannschaft gemeldet. Eine davon in der Bezirksliga, zwei in Gauliga, eine in der A-Klasse und C-Klasse, sowie eine in der AH-Klasse.